Was ist Feng Shui?

Drei-Türen-Bagua 3-Türen-Bagua Feng Shui Reichtumsecke

 Außerhalb Chinas wird Feng Shui meist auf das 3-Türen-Bagua beschränkt. Es wird ein Quadrat oder Rechteck, welches wiederum in 9 Quadrate/Rechtecke unterteilt ist, auf den Grundriss gelegt. Jedes Quadrat hat eine bestimmte Bedeutung, wie die neben stehende Grafik verdeutlicht. Die Eingangstür der Wohnung befindet sich stets im Bereich Wissen, Karriere oder Hilfreiche Menschen, je nachdem ob die Tür links, mittig oder rechts in der Wohnung liegt. Ein entsprechender Feng Shui-"Experte" wird Ihnen dann erzählen, dass Sie in der Reichtumsecke Ihrer Wohnung unbedingt ein Wasserfallposter aufhängen sollten, um möglichst viel Reichtum anzuziehen. Und wenn Sie sich einen Partner wünschen, dann stellen Sie doch ein spielendes Delfinpärchen in die Partnerschaftsecke.

Diese Herangehensweise hat mit klassischem Feng Shui wenig zu tun.

Was ist Feng Shui dann?

Feng Shui kommt aus China und ist über 2000 Jahre alt. Ursprünglich wurde es genutzt, um den passenden Grabplatz für verstorbene Verwandte zu finden, da es für Chinesen sehr wichtig ist, dass ihnen die Ahnen wohlgesonnen sind. Bedeutung erlangte es auch bei der Anlage von Gärten und Gebäuden.

 

Zwei Schulen haben sich über die Jahrhunderte entwickelt: die Formschule und die Kompassschule.

 

Anhänger der Formschule studieren eingehend die Struktur der Landschaft. Wo sind Berge, wo Täler, wo fließt Wasser, wie hoch sind die formgebenden Strukturen? Diese Fragen dienen des Auffindens von Kraftplätzen, wo sich das Qi sammelt - der alles durchströmenden Energie. Gute Grabplätze sind umgeben von Bergen und gewähren Ausblick auf einen Fluss, einen See oder eine ansprechende Landschaft. In weiterer Ferne ist erneut ein Berg sichtbar. Auf diese Weise sammelt sich am Ort des Grabes das Qi - ähnlich eines Sees, der von einem Fluss gespeist wird.

 

Die Kompassschule befasst sich mit den Himmelsrichtungen und den zeitlichen Aspekten des Feng Shui. Jeder Himmelsrichtung sind bestimmte Qualitäten zugeordnet, die mit der persönlichen Veranlagung (hier sind Geburtsort, -datum und -zeit ausschlaggebend) der Hausbewohner abgeglichen werden. Zeitlich gesehen ist interessant, welcher Zyklus und somit welches Element gerade vorherrscht.

 

Bei meinen Analysen lege ich großen Wert auf die Formschule, im Speziellen auf die "4 Tiere". Zuerst untersuche ich die Umgebung eines Gebäudes und analysiere anschließend die Innenräume nach dem Prinzip der "4 Tiere". Denn das Gebäude oder die Wohnung können noch so gute Sterne haben oder für die Bewohner noch so passend sein, solange die "4 Tiere" nicht vorhanden sind, nützt das nicht viel.

 

Im zweiten Schritt wende ich mich den vielfältigen Methoden der Kompassschule zu. Die Auswahl ist wirklich groß, weshalb es stets auf den Kontext ankommt. Um das Potenzial eines Gebäudes zu ermitteln bzw. Kaufempfehlungen zu geben, bieten sich z.B. die "Fliegenden Sterne" an. Wenn es dagegen darum geht, eine Wohnung einzurichten, bevorzuge ich das Ba Zhai, da es eine äußerst individuelle Beratung ermöglicht, die gezielt die Elemente der Bewohner in den Vordergrund stellt.