Ein weiterer Metallraum

Dieses Bild entstand auf einer Messe und zeigt eine Wohnküche. Das Arrangement zieht bestimmt viele Blicke auf sich, aber möchten Sie darin wohnen?

Insgesamt ist die Wohnküche in dezenten Farben gehalten. Die grünen Sessel setzen kleine Farbtupfer, sind aber nicht zu auffällig. Der gemusterte Teppich dagegen springt einem sofort ins Auge. Stört Sie auch, dass er viel zu schmal für den Esstisch ist? Man kann nicht nach hinten rücken, ohne vom Teppich zu rutschen. Und stellen Sie sich vor, Sie wollen dann wieder an den Tisch heranrücken. Sie können sich bestimmt schon ausmalen, wie schwierig das wird.

Genug am Teppich herumgemäkelt. Wie würde der Raum ohne ihn wirken? Wahrscheinlich kühl und noch unwohnlicher als er es sowieso ist. Das ist typisch fürs "Metall". Metallräume wirken ordentlich, sauber, perfekt, wie geleckt und meist nicht sonderlich wohnlich - zumindest auf die Menschen, die kein Metall brauchen.

Weitere "Metalleigenschaften" sind die klare Formensprache und die vielen flächigen Elemente, wie z.B. die Sessel mit der breiten Sitzfläche, der Fußboden, der Tresen, der lange Tisch, die gewölbte Wand/Decke.

Auch die Rundungen an den Sesseln und der Wand/Decke gehören formtechnisch zum "Metall". Sie verleihen dem Arrangement etwas Futuristisches.

Schlussendlich bleibt zu sagen: Ein schöner Messe-Gag, aber fürs "echte" Leben taugt er nicht.