Die Kunst des Wohnens von D. Walters (5)

Das 7. Kapitel überschreibt Derek Walters mit dem Titel "Rat und Volksweisheiten". Die Überschrift ist für den ersten Teil des Kapitels zutreffend, für den zweiten nicht.

Im ersten Teil bespricht Walters die volkstümlichen Ansichten zu Deckenbalken, Spiegeln, Sha, toten Bereichen und verlorenem Qi. Er erklärt, was der Volksmund unter den Begriffen versteht und welche Abhilfen dieser empfiehlt. Gleich am Kapitelanfang weist er darauf hin, dass die volkstümlichen Ratschläge nichts mit der Form- oder der Kompassschule zu tun haben, für viele aber trotzdem zu einer Feng Shui-Beratung dazu gehören. Man kann das gut mit dem westlichen Freitag den 13. vergleichen. Manche Leute glauben daran, andere nicht, und dennoch gibt es in vielen renommierten Hotels kein 13. Stockwerk. In dieselbe Kategorie ordne ich die Volksweisheiten ein: Ein Feng Shui-Berater kann sie anwenden, muss er aber nicht, denn das klassische Feng Shui bietet genug andere, fundierte Methoden.

Der zweite Teil des 7. Kapitels handelt vom Wasserdrachen, der nichts mit Volksglauben zu tun hat, sondern eine Nebenschule der Formschule darstellt. Die Wasserdrachen-Schule untersucht Wasserläufe und spricht Empfehlungen zu möglichen Gebäudestandorten am Wasser aus. Da unsere Straßensysteme Flüssen ähneln, sind diese Hinweise für den heutigen Feng Shui-Berater wichtiger denn je.

 

Im nächsten Artikel geht es um den Lo Pan bzw. das 8. Kapitel.

 

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