Das Feng Shui Grundlagenwerk von A. Pasteur (6.1)

In diesem Kapitel gehe ich auf das Punktesystem ein, das Pasteur im 7. Kapitel einführt, um zu bewerten, welche Maßnahmen im Ba Zhai für welchen Bewohner ergriffen werden müssen.

Mit dem Punktesystems versucht Pasteur dem Leser ein Hilfsmittel an die Hand zu geben, um die theoretischen Grundlagen in die Praxis umzusetzen. Diese Vorgehensweise ist äußerst technisch.

Wie funktioniert das Punktesystem?

Angenommen in einer Wohnung leben je eine Person aus der West- und eine aus der Ostgruppe. Dann rechnet Pasteur die jeweils günstigen Richtungen und Bereiche dieser Personen unter Vergabe von Punkten gegeneinander auf. Steht beispielsweise das Bett von Person A in einem guten Bereich und zeigt in eine gute Richtung bekommt sie 2 Punkte. Person B kann mit der passenden Richtung und dem passenden Bereich für Herd und Wohnungstür aufwarten. Das macht 4 Punkte. Demnach muss die Wohnung vor allem für Person A optimiert werden.

An diesem System fehlt mir die Gewichtung, denn ungünstiger Bereich ist nicht gleich ungünstiger Bereich. Außerdem berücksichtigt es nicht die Relevanz. Das bedeutet: Wenn Person B stets nur zum Schlafen nach Hause kommt, dann kann der Herd noch so in einem tollen Bereich stehen. Entscheidender und somit relevanter ist doch, dass das Bett in keinem guten Bereich steht und sich das viel eher auf Person B auswirken wird als der Herd.

Das Punktesystem ist nett und liefert einen ersten Orientierungswert. Aber letztendlich muss jeder Fall individuell bewertet werden.

 

Lesen Sie im nächsten Beitrag, was es mit Pasteurs Credo "Nähre die Wurzel" auf sich hat.

 

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