Das Feng Shui Grundlagenwerk von A. Pasteur (4.2)

In diesem Artikel werde ich auf die diversen Seitenverhältnisse eingehen, die Pasteur in Kapitel 4 anspricht.

 

Auf S. 89/90 erläutert Pasteur, dass an langen Wänden Sha-Qi entstehen würde. Er warnt ausdrücklich davor, dass das nicht bedeute, dass in einem Feng Shui-Haus alles rund sein müsse. Er ist eher der Meinung, dass sich das Qi erst ab einer Wandlänge von 4 m stark genug beschleunigen würde, um Sha-Qi zu erzeugen. Wie aber kommt er auf 4 m?

Er gibt für die Wahl dieser Länge keine Begründung an. Die einzige Erklärung, die mir logisch erscheint, ist, dass die "4" in China eine Unglückszahl ist wie bei uns die "13". Für die "4" fehlt uns im Westen jedoch der kulturelle Hintergrund. Außerdem müsste sich das Unglück dann auch auf die "4" beschränken und ab 5 m Wandlänge müsste wieder alles in Ordnung sein.

 

Auf S. 42 meint Pasteur, dass nur Seitenverhältnisse, die sich aus der Fibonacci-Reihe ergeben, also letztendlich dem Goldenen Schnitt entsprechen, harmonsich wären und alle anderen Sha Qi erzeugen würden.

Es ist wahr, dass der Goldene Schnitt äußerst harmonisch ist und sowohl in den Künsten als auch in der Natur vorkommt. Aber zu behaupten, alle anderen Seitenverhältnisse würden eine "Disharmonie" erzeugen, halte ich für Panikmache, wie sie typisch ist für die Hongkong-Schule.

Bei den Fehlbereichen geht es ebenfalls um Seitenverhältnisse. Pasteur weist auf S. 41ff darauf hin, dass Anbauten, deren eine Seite größer ist als ein Drittel der gesamten Wandlänge, einen Fehlbereich erzeugen würden.

Diese Erklärung findet man so auch im Hongkong-Feng Shui. Allerdings leben wir Menschen nicht auf Linien sondern auf Flächen. Ich fände es somit wesentlich logischer, für die Herleitung von Fehlbereichen Flächen miteinander zu vergleichen.

Wenn man die nebenstehende Abbildung ansieht, wird der Sachverhalt noch deutlicher. Im Hongkong-Feng Shui und bei Pasteur auf S. 45 erzeugt der kleine Anbau links oben einen Fehlbereich, da die eine Seite des Anbaus länger als ein Drittel der gesamten Wandlänge ist. Wenn man aber in Betracht zieht, dass wir auf Flächen bzw. in Volumina leben, ist es irrelevant, dass die eine Seite so und so viel von der anderen Seite misst. Fakt ist, der Anbau ist winzig und erzeugt keinen Fehlbereich.

Lesen Sie im nächsten Beitrag etwas über Engel, Quantencodes und Kristalle.

 

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