Das Feng Shui Grundlagenwerk von A. Pasteur (4.1)

In diesem Beitrag geht es um Fehlbereiche. Diese spielen sowohl für die Hongkong-Schule als auch im 3-Türen-Bagua eine wichtige Rolle. Deshalb dazu Folgendes:

Historisch gesehen hatten Fehlbereiche in der Tat eine Bedeutung. Dazu muss man wissen, dass vor 1000 - 2000 Jahren die typischen chinesischen Häuser Vierseithäuser (s. Abb. 1) waren. Diese besaßen einen geschützten Innenhof. Das war notwenig, da die alten Chinesen kein Glas kannten. Die "Fensterscheiben" bestanden bestenfalls aus Reispapier. Das Vierseithaus bot den notwendigen Schutz vor Wind und Wetter. Auf diese Weise blieben die Nahrungsvorräte sauber und die Wohnräume trocken.

Angenommen in solch einem Gebäude fehlte eine Ecke wie in Abbildung 2. Der Wind würde Staub und Regen in den Hof wehen, wodurch die Vorräte und Wohnräume verunreinigt und nass würden. Verständlich also, dass Fehlbereiche früher als schlechtes Feng Shui betrachtet wurden. Heutzutage mit unseren gut isolierten Glasfenstern spielt das keine Rolle mehr. Fehlbereiche sind nur in den seltensten Fällen ein Problem, nämlich dann, wenn der Grundriss extrem unregelmäßig ist und es keine parallelen Wände gibt.

 

Demzufolge kann ich als klassische Feng Shui-Beraterin nicht viel mit Fehlbereichen anfangen und denke auch nicht, dass sie einer Korrektur bedürfen, wonach sich meiner Meinung nach über die Hälfte von Kapitel 4 erübrigt.

Pasteurs Aussage auf S. 68, wonach sich Fehlbereiche im Leben als Mangel manifestieren, gehört ebenfalls zur Hongkong-Schule und passt hervorragend zu den Lebensthemen, die er in Kapitel 3 schildert. Von diesem Konzept halte ich allerdings nicht viel, da ich vom gesamten Hongkong-Stil nicht viel halte.

Dazu in den nächsten Beiträge mehr.

 

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